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Zähne weißer machen – mit Hausmitteln


Ein strahlendes Gebiss symbolisiert Gesundheit gilt als Garant für mehr Erfolg in der Liebe und im Job. Kein Wunder, dass seit Jahrhunderten nach wirksamen und schnellen Methoden für eine Zahnaufhellung gesucht wird. Wer seine Zähne weißer machen möchte, kann unter vielen Bleachingprodukten oder Veneers auswählen – gut untersuchte und etablierte Verfahren, die jedoch neben Zeit auch mehr oder weniger Geld kosten.

Wer beides sparen will, greift deshalb gerne zu einfach verfügbaren Hausmitteln, um unschöne Verfärbungen auf den Zahnoberflächen zu beseitigen. Hausmittel können gewisse Erfolge bringen, wenn es um die Beseitigung verfärbter Zahnbeläge geht, eine schon ererbte dunkle Zahnfarbe lässt sich damit allerdings nicht aufhellen. Langfristig gesehen schaden Hausmittel allerdings, da sie den Zahnschmelz unwiderruflich zerstören.

Welche Hausmittel können Zähne weißer machen?

 

Zu den immer wieder empfohlenen Mitteln, um Zähne aufzuhellen, gehören neben Backpulver und Salz auch verschiedene Früchte sowie Fruchtsäfte. Das liegt an verschiedenen Faktoren: Einerseits können diese Haushaltsprodukte tatsächlich die Zähne weißer machen, da sich Zahnbeläge damit gut entfernen lassen. Andererseits sind die preiswerten Backzutaten, Obst und Fruchtsäfte ohnehin in vielen Haushalten vorrätig und man spart Zeit und Geld bei der Zahnbehandlung. Der Griff in den Küchenschrank ist deshalb verlockend – frei nach dem Motto, dass Natürliches automatisch gut sein muss. Leider ist das Gegenteil der Fall.

Mit Backpulver die Zähne weißer machen


Die Zähne mithilfe von Backpulver, Natron oder Speisesoda aufzuhellen ist der Klassiker bei der Verwendung von Hausmitteln. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die angefeuchtete Zahnbürste wird in das Pulver getaucht, bis alle Borsten bedeckt sind. Nach einer Putzzeit von zwei Minuten wird der Mund gründlich mit Wasser sowie zusätzlich mit Mundwasser ausgespült, um einen unangenehmen Beigeschmack loszuwerden. Mit dieser einfachen Prozedur lassen sich tatsächlich die Zähne weißer machen, da oberflächliche Verfärbungen dadurch entfernt werden.

Vorsicht: Durch Backpulver werden die Zähne zwar anfänglich aufgehellt, dabei wird aber die Zahnsubstanz regelrecht abgeschliffen. Verantwortlich für diesen Effekt ist das im Bachpulver enthaltene Natriumhydrogencarbonat (Natron), ein natürlicher und ansonsten sehr nützlicher Stoff, der in ähnlicher Form auch in Putzmitteln (Waschsoda) enthalten ist. Backpulver greift übrigens nicht nur Zähne an, sondern kann auch den Kleber von Zahnspangen ablösen.

Zähne aufhellen mit Salz


Ein weiteres Zahnweißmittel, auf das manch Einer schwört und das sich in jedem Haushalt finden lässt, ist einfaches Speisesalz. Einmal wöchentlich die Zähne mit Salz und anschließend mit normaler Zahnpasta zu putzen, soll Ablagerungen auf den Zähnen wirksam entfernen. Damit Zähne und Zahnfleisch durch das Salz nicht zu sehr angegriffen werden, sollte man nicht öfter als einmal pro Woche mit Salz putzen und danach sehr gründlich mit Wasser nachspülen, um alle Salzreste gründlich zu entfernen.

Vorsicht: Nach ersten Erfolgen, bei denen man tatsächlich mit Salz die Zähne weißer machen kann, schadet man seiner Zahngesundheit. Genau wie durch Backpulver wird der Zahnschmelz durch die Salzkörnchen regelrecht abgeschmirgelt, bis er irgendwann verschwunden ist – das unter dem Zahnschmelz liegende gelbliche Dentin tritt nun hervor.

Fruchtsäuren und -peelings, die Zähne weißer machen


Ob Erdbeeren oder Zitronensaft – die Kraft der Fruchtsäuren sorgt bei dieser Methode für die kurzfristige Aufhellung der Zähne. Die Zähne werden hierbei mit einer Paste aus zerquetschten Erdbeeren oder mit Zitronensaft geputzt, man kann die Zähne auch mit einer Zitronenscheibe abreiben und damit die Zähne weißer machen.

Vorsicht: Fruchtsäuren machen die Zahnoberflächen rau und schädigen den Zahnschmelz ebenso wie die Säuren, die durch eine Verstoffwechslung kohlenhydratreicher Nahrung im Mund entstehen. Jede Säure greift den Zahnschmelz an und weicht ihn auf, deshalb wird empfohlen, die Zähne nach dem Genuss von Wein oder sauren Säften erst eine halbe Stunde später zu putzen. Saures Obst mit Vitamin C ist für unseren Stoffwechsel gesund – unsere Zähne leiden darunter.

Zähne weißer machen mit Bananenschalen


Auch die Innenseiten von sehr reifen Bananenschalen sollen Zahnverfärbungen bekämpfen, da die darin enthaltenen Mineralien (Magnesium, Kalium, Mangan) die Zähne auf natürliche Art weißer machen sollen. Wer den Versuch macht, schadet seinen Zähnen damit zumindest nicht.

Einfach täglich die Zähne damit abreiben und nach einer Einwirkzeit von zehn Minuten diese Schicht mit einer trockenen Zahnbürste in die Zähne einarbeiten, anschließend mit normaler Zahnpasta nachputzen, ausspülen, fertig. Während die Fruchtpaste einwirkt, sollte der Mund für eine gute Einwirkung leicht geöffnet bleiben.

Auswirkungen der Hausmittel, die Zähne weißer machen sollen

 

Ein Griff in den Küchenschrank und die Zähne strahlen hell und weiß: Das klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Genauso ist es, denn Hausmittel machen die Zahnoberflächen leider nur anfangs und allenfalls geringgradig heller. Bei wiederholter Anwendung dieser Substanzen wird der Schutzschild der Zähne, der Zahnschmelz, nachhaltig geschädigt und kann sich im Extremfall sogar vollständig auflösen. Die Folgen sind empfindliche Zähne, die auf Süßes und Saures mit ziehenden Schmerzen reagieren. Auf der aufgerauten Zahnoberfläche können nun die dunklen Farbpigmente aus der Nahrung noch besser anhaften, sodass die Zähne immer schneller nachdunkeln, je öfter sie mit Backpulver oder Fruchtsäuren behandelt werden. Ist der Zahnschmelz erst einmal unwiederbringlich verloren, schimmert jetzt das darunter liegende Zahnbein (Dentin) durch und das ist gelb. Vorhandene Zahnfüllungen werden ebenfalls angegriffen und dadurch undicht – alles in allem eine schmerzhafte und letztendlich teure Angelegenheit ohne den gewünschten Erfolg.

Zähne weißer machen – Fazit

 

Wer glaubt, zum Nulltarif seine Zähne weißer machen zu können, wird seinem Gebiss mit den diversen Hausmitteln auf Dauer nur schaden. Mit Backpulver, Salz und Fruchtsäuren lassen sich sicherlich kurzfristige Erfolge erzielen, doch die angeblichen Wundermittel sind in ihrer Wirkung zu aggressiv. Wer hier an der falschen Stelle spart, hat am Ende schlimmstenfalls den Zahnschmelz weggeputzt und dunklere Zähne als zuvor. Das zu korrigieren kostet am Ende mehr Geld, als gleich zu Anfang auf bewährte Methoden zu setzen!